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Jahresbericht 2003 Verband Ernst Egli, Präsident
«Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen wie sie sind» Karl Valentin
Dies musste mein Motto für 2003 gewesen sein, sonst hätte ich vermutlich die persönlichen Angriffe eines Clubs und das Mobbing einzelner Funktionäre nicht so leicht weggesteckt. Aber vielleicht wurde ich dadurch sogar motiviert, den eingeschlagenen Pfad weiterzugehen.
Doch wie sah das Positive am Verbandsjahr 2003 für die übrigen Mitglieder aus? Vielleicht könnte ich frei nach John F. Kennedy sagen: «Frag nicht, was der Rollsportverband für dich machen kann, frag, was kann ich für den Rollsportverband machen?» Allen Clubfunktionären, SportlerInnen, Verbandsfunktionären und Freunden des Rollsports danke ich für ihre grossartige Arbeit, die zum Wohle unseres Sportes geleistet wurde und wünsche allen weiterhin viel Energie, eine grosse Ausdauer und die nötige Elefantenhaut für das neue Jahr.
Zentralkomitee Mit einer dicken Traktandenliste wurde an der Delegiertenversammlung in Biberbrugg das Verbandsjahr 2002 verabschiedet und das Jahr 2003 in Angriff genommen. Etliche Anträge wurden von den Vereinen gestellt und entgegengenommen, doch leider konnten noch nicht alle Wünsche umgesetzt werden. Geehrt für 20 Jahre Verbandsarbeit wurde Helmut Kambach und dem zurücktretenden Verbandsarzt, Dr. Alphons Kappeler, wurde die Ehrenmitgliedschaft des SRV verliehen. Sein Nachfolger ist Dr. Urs Martin von der Crossklinik in Basel, der ab 2004 die Tätigkeit des Verbandsarztes aufnehmen wird. Ich danke Herrn Dr. Martin herzlich für die Bereitschaft und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit. An neun Sitzungen hatte das Zentralkomitee getagt und über die verschiedenen Anträge der Departemente und Vereine befunden. Leider beendete Beda Wildhaber seine Tätigkeit bei der Iguana Think Tank AG, weshalb der SRV auch einenzuverlässigen und verantwortungsbewussten Mitarbeiter verloren hat. Im Namen des SRV danke ich Beda auf diesem Weg für seine Mitarbeit und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute. Auch dieses Jahr haben wir Erfreuliches aus der Dopingbekämpfung zu berichten. Am Swiss Inline Cup sind regelmässig mehrere Sportler kontrolliert worden. Alle Proben sind negativ ausgefallen. Im Jahresbericht 2002 erwähnte ich, dass die Rekurskommission wiedergewählt wurde und hoffentlich arbeitslos bleiben werde. Dem war nicht so. Vom RS Basel wurden verschiedene Rekurse eingereicht, die die Mitglieder der Kunstlaufrekurskommission sehr sachlich geprüft und beurteilt haben.
Departement Inline Der Swiss Inline Cup und der Mini SIC sind wiederum ausgezeichnet und mit grossem Erfolg durchgeführt worden. Die Schweiz nimmt in der Marathon-Bewegung dank dieser Veranstaltungen eine führende Position in der Welt ein! Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass die Zusammenarbeit mit der Iguana Think Tank AG und den einzelnen Veranstaltern des Mini SIC so reibungslos funktioniert und die vor Jahren gewählte Strategie eines national koordinierten Dachmarketings aufgeht.
Roger Schneider wurde dank einer ausgezeichneten Teamarbeit des Nationalteams in Padua Marathon Europameister. Ich gratuliere Roger sowie dem ganzen Nationalteam und danke Alain Nègre für das ausgezeichnete Coaching.
Koni Moser hat mit einem Team die Bahn-Wettkampfordnung erarbeitet und an der Terminkonferenz vorgestellt. Ich schätze mich glücklich, dass dieses Regelwerk nun vorliegt und wir auch für die Bahnmeisterschaften ein gutes Hilfsmittel haben. Bereits ein dickes Buch ist das Rulebook für die Inline-Bewegung, das von der Iguana Think Tank AG stetig weiterentwickelt und optimiert wird. Ein Dankeschön an dieser Stelle an Daniel Wagner für seine Arbeit.
Von unserem Ausbildungsverantwortlichen Dave Mischler wurde ein neues Inline Lehrmittel herausgegeben. Das Buch «Roll on – Inline Skating lehren und lernen» ist im Ingold Verlag erschienen und der SRV hat das Patronat übernommen.
Wie geht es weiter im Departement Inline mit dem Leistungssport? Diese Frage wurde von den Kadermitgliedern nach dem Rücktritt von Roger Wiesner gestellt. Bedauerlich ist der Rücktritt von Roger Wiesner auf jeden Fall und schade ist, dass Roger den Schritt mitten im Jahr gemacht hat und nicht Rücksicht aufs Verbandsjahr bis zur DV genommen hatte. Dies gab doch einige Missverständnisse und Probleme. Ich hoffe, dass mit Johnny Diethelm als neuem Verantwortlichem für die Kaderselektion wieder Ruhe in die Reihen der Eliteläufer einkehren kann.
Departement Kunstlauf / Rollsport Ich möchte allen Clubs danken, die sich mit Tatkraft an die Umsetzung des Grossereignisses für 2004 machen: der Organisation der Kunstlauf Europameisterschaften 2004 in Zürich. Ich freue mich, mit ihnen im Verein EM04 die Titelkämpfe in Zürich organisieren zu dürfen und bin überzeugt, dass wir eine gelungene und finanziell ausgeglichene Meisterschaft durchführen werden. Den Veranstaltern des «Generali Cup», der Schweizermeisterschaft und des Nachwuchskürwettkampfs danke ich für ihr Engagement. Allen Sportlerinnen und Sportlern, die neben dem harten und zeitintensiven Training auch noch die Schweizer Farben im Ausland an Wettkämpfen und Meisterschaften vertreten, danke ich für ihr grossartiges Engagement und hoffe, dass auch sie die Belohnung erhalten werden. Obwohl die Medien diese Leistungen nicht erwähnen, stehen ihre Erfolge über den Leistungen mancher Profisportlern, die regelmässig im Rampenlicht stehen.
Jugend + Sport Auf Ende 2003 wurde der Vertrag mit der IG Rollsport (Rollhockey, Inlinehockey, Speedskating und Rollkunstlauf) durch das BASPO gekündigt. Die Zusammenarbeit der IG wurde generell aufgegeben. Jeder Verband hat nun einen eigenen Vertrag mit Magglingen. Ich hoffe jedoch, der gute Teamgeist unter den Roll- und Inlinesportarten bleibt bestehen und die Zusammenarbeit besteht auch in der vertragslosen Ära. Es liegt jetzt am SRV, dafür zu sorgen, dass die angebotenen Grund- und Ergänzungskurse besucht werden. Martin Reber ist weiterhin Sportfachleiter Rollsport mit einem direkten Vertrag mit dem BASPO und organisiert die Kurse in Zusammenarbeit mit den Kantonalen Sportämtern. Unterstützt wird Martin von Gaby Egli und Dave Mischler in der Fachkommission. Ich bin zuversichtlich, dass sich hier alles einspielen wird und wir die notwendigen finanziellen Mittel finden werden, um dem Fachleiter die Spesen decken können. Allen J+S Leitern, den Experten und den Mitgliedern der Fachkommission danke ich für den Einsatz und wünsche alles Gute für die Zukunft.
Schweizer Sport Die Swiss Olympic Association (SOA) befindet sich in einer Umstrukturierung. Ich hoffe, dass die kleinen Sportarten nicht in Vergessenheit geraten und dass nicht in einigen Jahren nur noch die olympischen Sportarten gefördert werden und die übrigen Verbände zur Dekoration herhalten müssen. Die Sporthilfe wurde in den SOA integriert und hat ihre Basishilfe gestrichen. Es werden keine Beiträge mehr an unsere Spitzensportler ausbezahlt. Neu wird sich die Sporthilfe um die Nachwuchsförderung kümmern. Ein Dank geht an dieser Stelle an den aufgelösten Förderungsausschuss unter der Leitung von Ernst Peter Huber und an den Sporthilfepräsident René Burkhalter.
Ich hoffe, Matthias Baumberger, Hans Babst, Marco Blatter und sein Team vergessen den Rollsport nicht und setzen sich im Exekutivrat auch für uns ein. Für die Betreuung, Geduld und ihre Unterstützung danke ich der SOA und dem Sporthilfe Team herzlich. Nach wie vor ist das Sport Toto der grösste Sportförderer und kann nur Geld ausschütten, wenn wir alle auch Sporttoto spielen und so indirekt unserem Sport helfen.
Ausblick Wir benötigen weiterhin Personen, die gewillt sind einen Teil ihrer Freizeit für den Rollsport einzusetzen und ihr Fachwissen dem Verband zur Verfügung stellen. Auch sollten sie bereit sein, trotz Kritik ihr Ziel langfristig zu verfolgen und so unserem Sport den nötigen Aufwind zu verleihen. Ich möchte auch diesen Jahresbericht nicht beenden, ohne Ihnen allen für den Einsatz zu danken. Clubvertreter, Verbandsfunktionäre, Rekurskommission, Kampf- und PreisrichterInnen und TrainerInnen wollen nur das eine: ihrem Rollsport helfen und diese schöne Sportart fördern. Ein spezieller Dank geht auch dieses Jahr an unsere Sponsoren. Hier sind vor allem die Generali Versicherungen und Rivella zu erwähnen. Unseren Sportlerinnen und Sportlern wünsche ich eine erfolgreiche und unfallfreie Saison und hoffe, dass sie die Freude am Sport nicht verlieren und weiterhin hart trainieren. Ihr seid unser Aushängeschild und für Euch lohnt es sich zu arbeiten! Vielen Dank!
Ernst Egli Präsident Schweiz. Rollsport Verband SRV Quelle: www.rollsport.ch
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