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| Das exklusive Interview mit dem frisch gebachenem Europameister Roger Schneider. |
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 Roger Schneider im Ziel an der EM 03 |
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Name: Roger Schneider Adresse: Wehntalerstrasse 276 8046 Zürich
Geburtsdatum: 22.Mai.1982
Beruf/Ausbildung: Schreiner
Sportlicher Werdegang: 1998 Out on Street 1999 Roka 2000 Rollerblade 2002 VW-sportXX-Team
Sportliche Erfolge: 2000 Bester Schweizer "Overall" 2000 EM 12. Rang 10'000 m Punktefahren 2001 3. Rang Bahn Schweizermeisterschaft 2003 Europameister Marathon
Inline Club: Lenzburg
Hobbys: Schlagzeug, Kino, Golf, Snowboard, Inline-Hockey, Fischen
Ziele: Europameister, Weltmeister, Dominator Weltreise
Wie kamst du Roger eigentlich zum Inlineskaten?
Vor 9 Jahren begann ich eigentlich mit Streetskaten. Doch dann packte mich dann die Lust auch mal die Skates mit den 5 Rollen auszuprobieren.
Aha, schauen wir doch nochmals zurück auf die EM in Padova. Kannst du mir nochmals kurz schildern wie alles ablief?
Es war ein sehr hartes Rennen. Alain Negre unserem Coach habe ich es zu verdanken, dass ich schlussendlich auf dem 1. Platz landete. Alain schafte aus uns Fahrern ein richtiges Team zusammen zu schweissen. Die Taktik war Offensiv. Er wollte dass wir Schweizer viele Angriffe fahren und immer zu zweit. Geplant war auch den Marc Christen und den Reto Felder einwenig für einen allfälligen Sprint zu schonen, doch auch sie lancierten einmal einen Angriff. So kam es, dass die Italiener immer wieder die Lücke zu den Schweizern schliessen mussten. Die Franzosen waren eher im Hintergrund. In der letzten Runde in einer scharfen rechts Kurve nutzten ich und Adrian Küng den Schwung der Gruppe aus und attackierten. Die Italiener welche hinter uns waren, konnten nicht mehr reagieren, da sie von den vielen Attacken müde waren. Die Franzosen waren weiter hinten und reagierten zu spät. So kam es dass Adrian Küng und ich die letzten 5 km alleine skaten mussten. Unterwegs hatten wir beide schwere Beine, jedesmal wenn einer von uns sagte, er könne nicht mehr, sagte der andere auch ich habe schmerzen. So "pushten" wir weiter, bis Adrian Küng nicht mehr konnte und abfiel. So war ich den letzten Kilomter auf mich alleine gestellt. Ich lief einfach so schnell ich konnte und schaute einfach immer nach vorne. Ich dachte immer wieder jetzt kommen sie, jetzt aber bald. Aber es reichte doch. Als ich das Ziel sah, wusste ich, dass ich es schaffen werde. Die letzten 200 Meter konnte ich es richtig geniessen. Doch ich will hier nochmals sagen, dass es ohne dem super Schweizer Team nicht möglich gewesen wäre, dass ich Europameister wurde. Ich verdanke ihnen viel.
Wie lief es dir auf der Bahn?
Auch nicht schlecht. Wurde 9. beim Punkterennen und mit der Staffel 5. Bei der Staffel wäre eine Medaille drin gelegen, wenn nicht der Spanier am Schluss uns zurückhielt.
Was wird sich ändern im nächsten Jahr?
Ich werde im Feld ernster genommen und werde nicht mehr so viele Freiheiten haben.
Wird jetzt die WM dein Ziel sein?
Bis im Oktober bin ich noch in der Rekrutenschule und bis November geht es noch lange. Und sollte ich alleine gehen, dann werde ich es wohl lieber lassen, denn ohne einem guten Team wie in Italien werde ich keine grossen Chancen haben. Die anderen Fahrer haben es auch verdient an die WM zu gehen.
Wirst du nach der RS Profi?
Ich werde zu 80 % als Schreiner weiter arbeiten. Ich kann dort bleiben, wo ich die Lehre absovlierte bei der Schreinerei Brunner in Zürich
Wer ist dein Trainer?
Pierre Hofer
Wo trainierst du oft?
Einmal in der Woche mit dem Team in Frauenfeld und sonst auf einem Parkplatz in ZH-Affoltern zusammen mit Adrian Lehmann und Reto Felder beide aus dem VW-SportXX Team. Auch auf das Rennvelo gehe ich oft.
Welche Rennen fährst du dieses Jahr noch im Ausland?
Werde bestimmt noch nach Berlin gehen ev. auch noch Wien.
Wie sieht es nächstes Jahr aus?
Werde mich mehr auf die Bahn konzentrieren. Ich will vermehrt Bahnrennen fahren und dort mehr Erfahrungen sammeln. Aber sicher werde ich auch noch immer am SIC weiterfahren im Team VW SportXX.
Wie lief es eigentlich am Rennen in Biel?
Eigentlich nicht schlecht. Ich versuchte mit Lannezeval Mikael auszureissen aber leider wurden wir 2 km vor dem Ziel wieder eingeholt. Aber es war ein versuch wert.
Hast du jetzt mit dem EM Titel mehr Druck?
Nein, es verleiht mir eher Flüger, wie auch heute beim SIC Rennen.
Verdienst du jetzt mehr Geld?
Nein, es ist schwierig in der Schweiz von diesem Titel zu profitieren. Dieser Sieg ist für mich wichtig und das Zählt!!
Ok, Vielen Dank für Dein Gespräch und ich wünsche Dir für den Rest der Saison noch alles Gute.
15.08.2003 www.speedinline.ch/tomi wüthrich
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